Lindenhof Keramik-Museum Streitberg

Frühling 1993: Klaus-Dietrich und Marlies Keßler kaufen den alten „Lohrei-Hof“ und restaurieren ihn. In die denkmalgerecht restaurierte 200 Jahre alte Fachwerkscheune zieht 2003 ihre Sammlung von Waechtersbacher Keramik ein.

Jugendstielteller von Chritian Neureuther Die Waechtersbacher Keramikfabrik existiert seit 1832, in Brachttal-Schlierbach seit 1834. Sie hat 2011 ihre Produktion in Schlierbach eingestellt. Sehenswert sind die erhaltenen alten Fabrikgebäude, die teilweise unter Denkmalschutz stehen.

Die Keßler-Sammlung umfasst einen Querschnitt der Produktion von den Anfängen bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts.
Schwerpunkte sind Keramiken des Historismus, des Jugendstils und des Art déco. Den Jugendstil-Teil der Sammlung dominieren die Keramiken der Kunstabteilung der Waechtersbacher Keramikfabrik. Die Kunstabteilung wurde von 1903 bis 1921 von Christian Neureuther geleitet. Dessen Kontakte zu den Künstlern der Darmstädter Mathildenhöhe führten zu dem in der Fachwelt berühmten, von Sammlern in aller Welt begehrten „Waechtersbacher Jugendstil“, einer singulären Erscheinung im riesigen Keramik-Kosmos unserer Welt.

Die Keramiken des Art déco und die Produktion im Bauhaus-Stil werden in einem zu einem Museumsraum umgebauten landwirtschaftlichen Silo präsentiert. Ein weiterer Ausstellungsraum ist ein 2010 neu erbautes kleines Fachwerkhaus, das das romantische Ambiente des Lindenhofs auf faszinierende Weise unterstreicht.

Klaus-Dietrich KeßlerThema der Sammlung ist die unglaubliche Produktvielfalt der Waechtersbacher Keramikfabrik über die rund 180 Jahre ihres Bestehens. Mit der Präsentation dieser Sammlung im engen räumlichen Umkreis der Produktionsstätte soll der glanzvollen Keramik-Geschichte der „Fabrik“ ein Denkmal gesetzt werden.

Wir hoffen, dass wir Sie etwas neugierig auf uns gemacht haben, und würden uns freuen, Sie demnächst bei uns begrüßen zu dürfen.

Klaus-Dietrich und Marlies Keßler